Geschichte der E-gitarre

Die Geschichte der E-gitarre geht weit zurück, schon in den Zwanzigern suchten Musiker nach einer Möglichkeit die Gitarren lauter zu machen, damit sie sich in den Bigbands und Orchestern besser gegen die restlichen Instrumente durchsetzen konnten. Auch was den damaligen Aufnahmebereich betrifft wurde der Wunsch nach einem durchsetzungsfähigeren und lauteren Instrument immer größer. Nachdem man festgestellt hatte das dies nur mit elektrischer Verstärkung möglich ist, wurde von Lloyd Loar 1923 schon fleißig an neuen Technologien experemintiert und die ersten elektrischen Tonabnehmer wurden entwickelt.Ein Sensor des Tonabnehmers nahm die Schwingung auf und wandelte sie in ein Elektrisches Signal um, jedoch waren diese sehr unpraktisch was die Handhabung anging und setzten sich nicht durch.

Die Idee an sich jedoch blieb und wurde von A. Rickenbacker und G.Beauchcamp weiterentwickelt und verfeinert. Dieser neuartige Tonabnehmer nutzte die Schwingung auf direktem Wege. Um das kleine Magnetfeld im Tonabnehmer wurde eine Spule gewickelt, schlägt man nun eine Saite an ensteht Spannung in der Spule und somit das elektrische Signal, das nun noch an einen Verstärker weitergeleitet werden muss. Das Signal entsteht also indem eine Störung, in der um den Magnetkern gewickelten Spule entsteht, diese Störung entsteht durch Anschlagen bzw. Schwingen einer Saite. Dieses Prinzip hat sich dann auch erfolgreich durchgesetzt und ist vom Grunde her heute noch das selbe wie damals.

In den dreißigern dann fanden die ersten E-gitarren ihren Platz in der damiligen Jazz- und Blues-Szene und erfreuten sich natürlich größter beliebtheit. Die erste richtige
E-gitarre in Serie muss wohl die ES-150 aus dem Hause Gibson gewesen sein, diese Jazz-Gitarre wurde 1936 gebaut und war der Hit unter den Musikern. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der E-gitarre und Solidbodys war 1941 als Lester William Polfuß, auch bekannt unter dem Künstlernamen Les Paul eine Akustikgitarre zersägte und in der Mitte einen Klotz schraubte, dieser Idee gab man den Namen The Log, der Klotz also. Der Sound wurde verbessert, die E-gitarre bzw. the Log hatte mehr Sustain und weniger unerwünschte Rückkopplung. Eine E-gitarre mit komplett massiven Korpus und somit die erste richtige Solidbody E-gitarre erfand Paul Bigspy und zwar 1948. Diese wurden in vielen unterschiedlichen Versionen bis in die Sechziger Jahre hergestellt. Diese E-Gitarren müssen wohl auch eine Inspiration für Leo Fender gewesen sein, der dann 1950 seine Version einer E-gitarre namens Esquire als Massenfertigung auf den Instrumentenmarkt gebracht hat. Esquire war lediglich der erste Name der E-gitarre, nach mehreren weiteren Namenswechseln wurde sie schließlich Telecaster getauft und behielt bis dato ihren Namen. Fender erfand auch den Tremolohebel, mit dem 1954 erstmals eine Stratocaster E-gitarre ausgetattet war. Die erste 7 Saitige E-gitarre, die unter anderem von erfolgreichen Bands wie Korn gespielt werden wurde 1987 von Gitarrist Steve Vai und der Firma Ibanez entwickelt.