Die Tonleiter

Tonleitern auf der Gitarre üben ist eine prima Fingerübung für die Geläufigkeit der linken Hand. Eine Tonleiter umfasst 8 Töne, ausgehend vom Grundton (z.B. C) bis zum oktavierten Grundton ( hier c). Charakteristisch für eine Durtonart sind Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. Ton und dem 7. und 8. Ton der Tonleite.

Den 7. Ton nennt man auch Leitton, weil er psychoakustisch zur Auflösung zum (oktavierten) Grundton hindrängt und überleitet. Auf der Gitarre entsprechen einem Halbton der Abstand von einem Bund zum anderen, dem Ganzton entsprechend zwei Bünde. Ohne Noten kann man so ausgehend von einem beliebigen Grundton Durtonleitern auf dem Griffbrett „konstruieren“. Systematisch angeordnet werden sie jedoch im Quintenzirkel, der einen Überblick über die nötigen Vorzeichen gibt, die für den jeweiligen Grundton nötig sind.

Zu jeder Durtonart gehört eine parallele Molltonart, deren Grundton eine kleine Terz (1 1/2 Tonschritte, 3 Bünde) tiefer liegt als bei der Durtonart. So ist z.B. die parallele Molltonart zu C-Dur gleich a-moll. Entsprechend verschiebt sich auch die Lage der Halbtonschritte innerhalb der Moll-Tonleiter und damit die Klangcharakteristik. Dur klingt eher frisch und fröhlich, das Wort leitet sich vom lateinischen „durus“ für „hart“ ab. Moll kling eher weich und traurig und leitet sich ebenfalls aus dem lateinischen Wort für „weich“ ab.