Plektren – Plektrum

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Gitarristen haben es nicht leicht. Besonders als Anfänger sieht man sich mit vielen Problemen konfrontiert. Eine der häufigsten Fragen ist wohl die nach den idealen Plektren, jedoch kann sie nicht so einfach beantwortet werden.

Das Plektrum (Mehrzahl Plektren, umgangssprachlich auch Pick oder Plek) ist ein wichtiger Faktor für jeden Gitarristen. Es stellt die Brücke zur Verbindung der Finger des Gitarristen mit den Saiten dar und überträgt die Fertigkeiten des Musikers auf sein Instrument.
Es wird zwischen Daumen und Zeigefinger (bei manchen Musikern auch mit unterstützendem Mittelfinger) gehalten. Durch seine Position bestimmt der Daumen die Art des Anschlags und den Ton. Wie man das Plektrum hält ist eine Sache der Übung, eine Vorgabe zur Haltung gibt es nicht.
Die Hand sollte jedoch auf keinen Fall verkrampfen, sondern locker geführt werden.

Die gebräuchlichste Form ist die Tropfenform, bei der eine Seite des Pleks auf den Anschlag optimiert ist, die andere dient zum sicheren Griff der Finger.
Die zweithäufigste Form ist die Triangel-Form. Die Besonderheit dabei ist eine verlangsamte Abnutzung, da alle 3 Spitzen bespielbar sind.
Es gibt auch Sonderformen, zum Beispiel Dreiecke, die an jeder Seite eine andere Stärke aufweisen und dadurch flexibler einsetzbar sind.
Um die Griffigkeit zu erhöhen haben die Plektren oft ein Profil in Form von einer Struktur, einem eingelassenem oder hervorgehobenem Logo, einem Loch, usw.
Glatte Plektren können mit Sandpapier etwas aufgeraut werden um zu vermeiden, dass sie beim Spielen aus der Hand rutschen.
Leadgitarristen bevorzugen dabei spitze Pleks, um die Töne präziser zu treffen, Rhytmusgitarristen greifen gerne auf stumpfe, große Plektren zurück.

Es gibt kaum Materialien, die nicht zur Herstellung von Plektren ausprobiert wurden.
Früher nutzte man besonders in der Natur vorkommende Stoffe, die meist verwendeten waren Schildpatt und Horn, aber es gibt auch Pleks aus Edelstein, Holz, Knochen, Filz, Metallen, Graphit, Keramik oder sogar hartem Leder (was sehr gut zur Erzeugung weicher Töne bei Akustikgitarren beiträgt).
90% der Plektren bestehen heute jedoch aus Kunststoff, vorrangig aus Nylon oder Celluloid.
Nylon weist fast identische Eigenschaften wie Schildpatt auf, mit dem Nachteil, dass es sich schneller abnutzt.

Die Stärke des Plektrums ist ein sehr wichtiger Faktor, da sie direkten Einfluss auf den Sound und das Spielgefühl hat. Diverse Hersteller teilen ihre Plektren in 3 Kategorien ein: Light/Thin (weich), Medium (mittel) und Heavy (hart), doch in der Regel werden zur Angabe der Stärke genaue Zahlen verwendet:

Bezeichnung mm Zoll
Extra light 0,38 0,015
Light 0,51 0,020
Light-medium 0,64 0,025
Medium 0,76 0,030
Medium-heavy 0,89 0,035
Heavy 1,01 0,040
Extra heavy 1,14 0,045

Leadgitarristen nutzen für ihre Soli gerne weiche Plektren , jedoch nicht für schnelle Soli, da es sich erst verbiegt und dann erst den Ton erzeugt, was wiederum die Geschwindigkeit negativ beeinträchtigt. Bei Akkorden und häufigem Wechsel von Auf- und Abschlägen ist ein weiches Plektrum von Vorteil. Beim kraftvollen Anschlag mit einem weichen Plektrum geht der größte Teil der Energie verloren, was teilweise erwünscht sein kann, da derselbe Sound mit einem harten Plek unter Umständen zu dominant klingen könnte.
Bei härteren Musikrichtungen wie beispielsweise Metal werden auch entsprechend härtere Plektren verwendet, um einen intensiveren Ton zu erzeugen.

Anfänger sollten ihr Plektrum auf jeden Fall in erster Linie nach Gefühl, Sound und Dynamik auswählen. Es muss gut zu halten sein, griffig, nicht zu groß/klein und alle Anschläge sollten sitzen.
Der Sound spielt eher eine nebensächliche Rolle, da die Kunststoff-Pleks kaum relevante Unterschiede aufweisen.
Weiche Plektren sind eher für Akustik-, härtere für E-Gitarren.
Das Spiel mit einem weichen Plektrum wird zu Beginn sicher als komfortabler empfunden werden, da harte zu Widerspenstigkeit neigen. Dennoch sollten sich auch Einsteiger mit einem stärkeren Plek befassen (mind. 0,70 mm), da mit zunehmenden Fertigkeiten, steigendem Spielgefühl und wachsender Motorik auch der Umgang leichter wird.
Es ist sinnvoll wenn man anfangs mehrere Plektren kauft und sie ausprobiert, doch die Gewöhnung ist dabei das wichtigste; nach 10 Minuten sollte nicht entschieden sein ob es gut oder schlecht ist.