Violoncello

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Das Violoncello, Kurzform Cello, ist ein Streichinstrument mit sehr tiefen Tönen und gehört zur “Viola da braccio”-Familie, also zur Familie der Violen, Violinen und Bratschen. Es gibt unterschiedliche Theorien über die genaue Herkunft des Cellos aber die wohl plausibelste ist, dass ein handlicheres Bassinstrument gesucht wurde. So baute der Cremonese Andrea Amati etwa 1572 das erste Violoncello.

Zwar wird das Cello auch mit einem Bogen gestrichen, aber anders als beispielsweise bei der Violine wird das Cello von oben nach unten gespielt und steht während des Spielens mit einem ausgezogenen Stachel auf dem Boden.

Die Bauweise des Cellos ähnelt der der Violine und wird ebenso mit unterschiedlichen Hölzern gebaut. So verwendet man für den Korpus meistens Ahorn oder Fichte, Wirbel und Griffbrett werden aus Ebenholz hergestellt. Mit einer Zargenhöhe von etwa 115 Zentimetern, einer Korpuslänge von ca. 75 Zentimetern und einer Saitenbespannung mit der Stimmung „C-G-d-a“ besitzt das Violoncello einen Tonumfang, den andere Streichinstrumente schwer erreichen. Die Akustik eines Cellos hängt neben den Material- und Konstruktionseigenschaften auch sehr stark von der Spielweise des Cellisten ab. So liegt beispielsweise die sogenannte Einschwingzeit eines Cellos zwischen 60 und 100 Millisekunden, kann aber durch die Bogenführung des Cellisten bis auf 300 Millisekunden ausgedehnt werden, wobei dann der bekannte weiche Klang entsteht. Im Übrigen gibt es auch das sogenannte „Viertelcello“ und das „Achtelcello“ mit enger aneinanderliegenden Saiten, speziell für Kinder, die dieses wunderbare Instrument erlernen.

In der klassischen Literatur gibt es nahezu von jedem Komponisten Werke für Cello und Orchester. Besonders hervorzuheben sind allerdings Dvoráks „h-Moll-Konzert“, Haydns „C-Dur“ und „D-Dur“-Konzerte sowie das C-Dur-Tripelkonzert von Beethoven und das Doppelkonzert – einer seiner letzten Werke – von Brahms.