Banjo

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Den Ursprung des Banjos vermutet man in Asien und Afrika, wo Einheimische auf mit Saiten bespannten Trommeln Musik machten. Sklaven brachten ihre Instrumente, die sie „banjar“, „bangoe“ oder „banjil“ nannten, schließlich mit nach Amerika, wo eine Weiterentwicklung des Banjos stattfand.

Zunächst wurde ein Banjo nicht auf eine festgelegte Weise gestimmt. Es gab auch kein einheitliches Aussehen, allerdings besaßen alle Banjos einen relativ langen, hölzernen Hals und einen mit Tierhaut bezogenen flachen Resonanzkörper. Frühe Instrumente waren mit drei bis vier Saiten aus Tierdarm bespannt.

Das Banjo mit einer kurzen, vom Daumen gespielten Saite wurde vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts von dem Musiker Joel Walker Sweeney erfunden, der zu einem Star unter den Banjospielern wurde. Zur Steigerung der Popularität des Banjos trugen zudem viele Banjo-Wettbewerbe in New Yorker Hotels und Bars, sowie auf Pferderennbahnen, bei. In der Folge wurde das Banjo immer mehr standardisiert, bis schließlich der amerikanische Instrumentenbauer Boucher um 1840 mit der maschinellen Herstellung des Banjos begann. Dabei griff man auf ein von J.W. Sweeney handgefertigtes Instrument als Prototyp zurück. Fortan wurde das Banjo einheitlich gestimmt.

War das Banjo bisher vermeintlich den einfachen Menschen vorbehalten, so wurde es nun zunehmend „salonfähig“. Mit Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, machten viele Soldaten während Kampfpausen mit dem Banjo Musik und es wurde zum beliebtesten Musikinstrument der amerikanischen Bevölkerung.
Heute ist das Banjo mit seinen schwungvollen, mitreißenden Klängen eines der wichtigsten Musikinstrumente für die Country- und Westernmusik. Aber auch in anderen Musikstilen wie Ragtime, Jazz und sogar in der Pop-Musik kommt das Banjo zum Einsatz.