Zither

Der Name des zur Gruppe der Zupfinstrumente gehörenden Musikinstruments Zither kommt von dem alten, griechischen Zupfinstrument „Kithara“. Die Zither liegt zum Spielen flach auf dem Tisch. Die Zither wird in traditioneller Handarbeit gefertigt. Interessante Holzkombinationen und aufwendige Intarsien lassen jedes Instrument zum unverwechselbaren Unikat mit besonderen Klangeigenschaften werden.

Mit der Zither werden alpenländische Volklieder und Volktänze gespielt. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen Neukompositionen in der Salonmusik und der klassischen Konzertmusik hinzu.

Über einen flachen Resonanzkasten (Korpus), der meistens aus Fichtenholz besteht, sind Saiten gespannt.
Bei der Konzert-Zither laufen fünf Spielsaiten über ein Griffbrett mit 29 Bünden. Die Spielsaiten sind die aus Metall. Mit einem Plektron oder einem Schlagring auf dem Daumen der rechten Hand werden die Spielsaiten angerissen und von den Fingern der linken Hand gegriffen.
Neben den Spielsaiten liegen 24 bis 37 Frei- oder Begleitsaiten. Diese bestehen aus teilweise umsponnenem Darm oder Kunststoff und werden mit den Fingern der rechten Hand angezupft. Unter den Freisaiten befindet sich ein Schalloch. Die Zither liegt zum Spielen flach auf dem Tisch.

Die moderne Form der Zither hat sich aus dem Psalterium und dem Scheitholz (16. Jahrhundert) entwickelt. Das Scheitholt war ein ca. 50 cm langer und ca. 6 cm breiter viereckiger Schallkörper. Daraus entstand dann die Kratzzither, das Raffele und die Schlagzither. Am Ende des 18 Jahrhunderts wurde die rechteckige in eine bogenförmige Form abgelöst. Am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Zither Mode- und Konzertinstrument. Dafür war es erforderlich, die Zahl der Saiten zu vermehren.